# AKI Node — Server/Software (Konzeptphase) Die Software, die aus "Nachbarschafts-LAN" ein gepooltes Bandbreitennetz macht. Sprache: **Rust**. Status: **Konzeptphase — noch nichts implementiert.** ## Haftungsausschluss (muss im Produkt sichtbar sein) > **KEINE GARANTIE.** Diese Software wird "as is" ohne jegliche Garantie > bereitgestellt (AGPL §§ 15/16). Die Betreiber und Contributor:innen dieses > Projekts übernehmen **keinerlei Verantwortung oder Haftung** dafür, wozu > Nutzer:innen die Software verwenden oder welche Inhalte über sie übertragen > werden. Die Verantwortung für gesendete und empfangene Inhalte liegt > vollständig bei den Nutzer:innen. Dieser Hinweis muss prominent sichtbar sein: im README, im Startup-Banner des Daemons und in der Weboberfläche. ## Zielbild Pro Haushalt läuft ein AKI-Node (Mini-PC oder Einplatinenrechner), der: 1. Das Nachbarschafts-Overlay bildet (Yggdrasil als erste Wahl) 2. Seinen eigenen ISP-Uplink als **Exit** anbietet (opt-in, Kontingent) 3. Downloads über **alle verfügbaren Exits** segmentiert und parallel lädt 4. Traffic fair zwischen allen Teilnehmenden aufteilt (max-min Fairness) 5. Einen geteilten Nachbarschafts-Cache bedient (lancache-Prinzip) 6. (später) `freenet-core` als Sidecar laufen lässt für verteilte Inhalte/Apps ## Geplante Komponenten | Crate/Binary | Zweck | |---|---| | `aki-node` | Daemon: Discovery, Peering, Metriken, Onboarding | | `aki-exit` | Exit-Dienst: kontingentierter Uplink-Proxy für Nachbarn (verschlüsselt) | | `aki-fetch` | Segmentierter Multi-Exit-Downloader (HTTP-API + CLI) | | `aki-fair` | Fairness-Scheduler (max-min, Exit-Kontingente, Karma) | | `aki-cache` | Transparenter Nachbarschafts-Cache (DNS-basiert) | | `aki-freenet` | Integration von `freenet-core` (Contracts für Nachbarschafts-Inhalte) | ## MVP (Phase 2 der [Roadmap](../documentation/ideen/roadmap.md)) Kleinster brauchbarer Schnitt: 1. Zwei Nodes peeren (Yggdrasil) 2. Ein Download wird über beide Uplinks gleichzeitig per HTTP-Range gesplittet, reassembliert, hash-verifiziert 3. Fair-Share: zwei gleichzeitige Downloads teilen sich die Gesamt- kapazität fair 4. Exit opt-in per Konfig-Datei; Kill-Switch (Exit aus = Node nutzt nur den eigenen Uplink) ## Nicht-Ziele (bewusst) - Keine Bezahl-/Krypto-Infrastruktur (Kontrast: Althea) - Keine Anonymitätsversprechen (Freenet selbst bietet keine; wir auch nicht) - Kein Zentralserver, keine zentrale Datensammlung - Keine inhaltliche Kontrolle oder Zensur durch die Software selbst — die Software transportiert Dateien/Webseiten aller Art; was übertragen wird, liegt in der Verantwortung der Nutzer:innen (Haftungsausschluss oben) ## Code-Standards: maximale Type-Safety in Rust Der Code soll so sicher sein, dass ganze Fehlerklassen schon beim Kompilieren unmöglich werden. Verbindliche Regeln für jede Crate in `server/`: 1. **`#![forbid(unsafe_code)]`** in jedem Crate-Root (und `unwrap`, `expect` nur in `#[cfg(test)]`-Kontext). 2. **Newtypes statt roher Primitive** für alles, was Bedeutung hat: `struct NodeId(NonZeroU64)`, `struct BytesPerSecond(u64)`, `struct SegmentIndex(u32)`, `struct ExitQuotaBytes(…)` — keine nackten `u64`/`String` in Domänen-Typen. 3. **Exhaustive Enums statt Strings/Bool-Flags** für Zustände (z. B. `enum ExitState { OptedIn(Quota), Leeching, Suspended }`), `match` ohne `_`-Arm, damit Compiler-Checks beim Erweitern greifen. 4. **Typestate-Pattern** für Protokoll-/Lebenszyklus-Zustände (z. B. `Download` → `Download` → `Download`), damit illegale Zustandsübergänge nicht kompilieren. 5. **`TryFrom`/`TryInto` statt stiller Konvertierung**, keine panicking Operationen in nicht-Test-Code; Fehler via `thiserror`-Enums, Bubble-up statt Logging-and-continue. 6. **Parsed-data-is-validated:** unsichere Eingaben (Konfig, Netzwerk) werden direkt beim Einlesen in validierte Typen transformiert; danach trägt der Typ die Invariante (z. B. `struct ValidatedConfig(ConfigInner)` statt `Config` mit Optionals). 7. **Keine globalen `Mutex`/`static mut`**; Shared State explizit als Besitz-/Kanal-Struktur (`tokio::sync` primitives mit bewusster Wahl). 8. `deny(clippy::all, clippy::pedantic)`-basierte CI-Checks, sobald Code existiert; `cargo-deny` für Dependencies. ## Technologiestack (Vorschlag) - Rust (tokio), `axum` für APIs - Yggdrasil als Overlay (später evtl. Babel + WireGuard) - `freenet-stdlib` / WebSocket-API für Freenet-Integration - HTTP Range Requests + SHA-256-Verifizierung für Segmentierung - Lizenz: AGPL-3.0 (freenet-core ist AGPL-3.0; Nutzung über stdlib/API erlaubt trotzdem freie Wahl — wir wählen aus Ethos-Gründen AGPL)