Docs: SpiderNet is software-only, link-agnostic; decide AGPL-3.0 + CC-BY-SA-4.0

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2026-09-24 13:11:10 +02:00
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+18 -13
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@@ -30,21 +30,26 @@ Entscheidend:
Exit (anders als klassische Community-Meshes mit einem Supernode), sondern
viele — das verteilt nicht nur Last, sondern auch Risiko und Zensur-
Angriffsfläche.
2. **Die Glasfaserverbindungen sind ein *zweites* Netz neben den
Internetanschlüssen** und sollen schnell sein (10 Gbit/s per SFP+/
10G-Optik). Damit ist das Viertelnetz nie der Engpass — der Engpass sind
die Uplinks selbst, und genau die werden gepoolt.
2. **Die lokalen Links sind ein *zweites* Netz neben den Internetanschlüssen.**
Typ und Geschwindigkeit (10 Gbit/s, 1 Gbit/s, 1,6 Tbit/s, Funk) sind Sache
der Nachbarschaft — die Software ist **link-agnostisch**: Sie misst die
Kapazität der vorhandenen Links und plant Splits/Scheduling auf Messwerten,
nicht auf Annahmen. Engpass sind die Uplinks; die lokalen Links werden so
geplant, dass sie nicht zum Flaschenhals werden.
## Schicht 0 — Physik (Nachbarschaftsglasfaser, 10 Gbit/s)
## Schicht 0 — Physik (lokale Verbindungen, link-agnostisch)
- **Ziel:** 10 Gbit/s Haus-zu-Haus. Glasfaser (2-Faser-Duplex G.657A2, LC)
mit **10G-Optik (SFP+)** direkt im Node — langfristig günstiger und
zukunftssicher; 1G-Medienwandler sind die Budget-Fallback-Option.
- **Pragmatisch für den Start:** was da ist — existierendes LAN-Kabel im
Mehrfamilienhaus (bis 100 m), Richtfunk 60-GHz-PTP (mehrere Gbit/s,
Sichtlinie nötig) als Überbrückung.
- **Topologie:** anfangs Stern/Ring (2–5 Häuser), später vermascht. Jede
Faser ist ein separates Link; Redundanz schlägt Eleganz.
Die Software macht keine Annahmen über die Physik — sie misst, was da ist.
Beispiele, was eine Nachbarschaft einsetzen kann:
- **Glasfaser Haus-zu-Haus** (2-Faser-Duplex G.657A2, LC, SFP/SFP+/QSFP+
je nach Wunsch-Geschwindigkeit — 1 G, 10 G, 100 G+)
- **Existierendes LAN-Kabel** im Mehrfamilienhaus (bis 100 m)
- **Richtfunk 60-GHz-PTP** (mehrere Gbit/s, Sichtlinie nötig)
- **Normales WLAN/Ethernet**, was schon da ist — langsamer, aber null Aufwand
Die Software plant mit dem, was existiert; mehr Kapazität ergibt automatisch
mehr Pooling-Gewinn.
## Schicht 1 — Routing (Overlay über alle Haushalte)
+12 -5
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@@ -11,8 +11,10 @@
Wichtiger Punkt (bewusst gehalten): Die Glasfaserverbindungen zwischen den
Häusern laufen **neben** den normalen ISP-Anschlüssen — das Nachbarschaftsnetz
ist ein *zweites*, schnelles (Ziel: 10 Gbit/s) lokales Netz, nicht ein Ersatz
für die Internetanschlüsse.
ist ein *zweites*, lokales Netz, nicht ein Ersatz für die Internetanschlüsse.
Welche Link-Typen und -Geschwindigkeiten (10 Gbit, 1 Gbit, 1,6 Tbit, Funk)
eingesetzt werden, entscheidet jede Nachbarschaft selbst — die Software ist
**link-agnostisch**.
Diese Idee ist gut — und sie ist nicht abstrakt: NYC Mesh läuft genau so
("members share their internet"), Freifunk und guifi.net zeigen es in
@@ -20,15 +22,20 @@ großem Maßstab. Was hier neu gedacht ist, ist der **konsequente Exit-Jede**
statt Exit-Nirgends: Jeder Haushalt bleibt bei seinem ISP, aber Anfragen
verlassen das Viertel an *allen* Punkten gleichzeitig.
> SpiderNet ist **nur die Software**. Jede Nachbarschaft richtet ihre eigene
> Instanz ein und entscheidet selbst, wie sie sie betreibt. Wir providen
> Werkzeuge, kein Netz.
## Was technisch funktioniert
1. **Segmentierte Downloads über mehrere Exits.** Große Dateien werden in
Byte-Bereiche gesplittet (HTTP Range Requests) und parallel über die
Internetanschlüsse mehrerer Haushalte geladen. Ein DSL-50000-Haushalt
kann damit realistisch 5× herunterladen, wenn 4 Nachbarn mitspielen.
Das geht, weil die Haus-zu-Haus-Verbindungen selbst schnell sein
sollen (10 Gbit/s) — die Faser im Viertel ist nie der Engpass, die
Uplinks sind es.
Das geht, weil die Software die lokalen Links **misst** und daraus
ihre Splits und Pläne macht — egal ob 1 Gbit/s oder 10 Gbit/s im
Viertel liegt. Engpass sind immer die Uplinks, nie die lokalen Links
(die Software plant so, dass das lokale Netz nicht zum Flaschenhals wird).
2. **Fair-Share-Scheduling.** Wer gerade nichts lädt, gibt seinen Anteil
automatisch. Ein einzelner Stream profitiert von fremder Kapazität,
mehrere Lade gleichzeitig bekommen faire Anteile.
+21 -14
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@@ -1,13 +1,20 @@
# Lizenz — Optionen und Empfehlung
# Lizenz — Entscheidung
Damit wir uns festlegen können. Stand: September 2026.
**Entschieden (September 2026):**
## Wichtigster Rahmen
- Die Software wird **ohne jegliche Garantie** bereitgestellt — AGPL GPLv3-
-artige Lizenzen enthalten §§ 15/16 (No Warranty, Limitation of Liability)
bereits; permissive Lizenzen brauchen das Disclaimer-Klauseln separat
(Apache-2.0 hat es eingebaut, MIT/BSD nur minimal).
- **Code (`server/`): AGPL-3.0** — stärkstes Copyleft, §13-Netzwerk-Klausel
(wer SpiderNet-Software in einem Netz betreibt, muss den Quellcode
anbieten), gleiches Lizenz-Ökosystem wie `freenet-core`.
- **Dokumentation (`documentation/`): CC-BY-SA-4.0** — Wissen wird geteilt
wie Bandbreite: Weitergabe und Bearbeitung frei, unter gleichen Bedingungen,
mit Namensnennung.
- Kein Support, keine Garantie: AGPL §§ 15/16 (Code), CC-BY-SA Abs. 7
(keine Warranty-Klausel — der Haftungsausschluss steht zusätzlich in
README & Software).
- Hintergrund: Die Software wird **ohne jegliche Garantie** bereitgestellt —
copyleft-Lizenzen enthalten §§ 15/16 (No Warranty, Limitation of Liability)
bereits; permissive Lizenzen brauchen Disclaimer-Klauseln separat
(Apache-2.0 hat sie eingebaut, MIT/BSD nur minimal).
- Ethos: Code soll **Commons bleiben** — auch Forks sollen gezwungen sein,
offen zu bleiben, sonst kann das Nachbarschaftsprojekt abgespaltet und
geschlossen weiterverkauft werden.
@@ -24,9 +31,9 @@ Damit wir uns festlegen können. Stand: September 2026.
| Apache-2.0 | keiner | nein | schlecht (ethisch) | Klon kann geschlossen werden — passt nicht zu "Gemeingut" |
| MIT / BSD | keiner | nein | schlecht | identisches Risiko, minimaler Disclaimer |
### Empfehlung
### Empfehlung (entschieden)
**AGPL-3.0 für alle Code-Crates in `server/`** (Status quo im Repo). Gründe:
**AGPL-3.0 für alle Code-Crates in `server/`**. Gründe:
1. Spiegelbild zum Ethos: das Netz ist Commons, der Code auch.
2. **§13 verlangt Offenlegung bei Netzwerk-Nutzung** — unsere Software *ist*
@@ -49,14 +56,14 @@ Doku (dieses Verzeichnis) kann separat lizenziert werden:
| CC0-1.0 | public-domain-artig | im Widerspruch zum Ethos |
| gleich mit Code (AGPL) | geht auch, ist aber unüblich für Doku | n/a |
### Empfehlung
### Empfehlung (entschieden)
**CC-BY-SA-4.0 für `documentation/`** — sauber getrennt vom Code, passt
zum "Wissen wird geteilt wie Bandbreite"-Ethos (Ethos §7).
## Was noch offen bleibt
- [ ] Entscheidung: Code AGPL-3.0 bestätigen
- [ ] Entscheidung: Doku CC-BY-SA-4.0
- [ ] `LICENSE`-Dateien: Code-`LICENSE` (AGPL, schon da) + `documentation/LICENSE` (CC-BY-SA) und Lizenz-Hinweis in jedem Dateikopf? (AGPL: Hinweis pro Crate reicht; Dateikopf optional)
- [x] Entscheidung: Code AGPL-3.0 — bestätigt
- [x] Entscheidung: Doku CC-BY-SA-4.0 — bestätigt
- [x] `LICENSE`-Dateien: Code-`LICENSE` (AGPL) + `documentation/LICENSE` (CC-BY-SA)
- [ ] Nebenlizenzen von Dependencies (cargo-deny, sobald Cargo-Projekt existiert)
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> Quellen zusammengestellt. Für den Ernstfall: Anwält:in für Urheberrecht/
> Telekommunikationsrecht fragen — im Kollektiv, nicht alleine.
## Kontext: Software vs. Netz-Betreiber
SpiderNet ist **nur die Software**. Jede Nachbarschaft richtet ihre eigene
Instanz ein, betreibt sie und entscheidet selbst über Regeln, Topologie und
Link-Typen. Für die Rechtslage heißt das eine klare Trennung:
- **Software-Contributor:innen (dieses Repo):** liefern Werkzeuge, betreiben
kein Netz, kontrollieren keine Inhalte → tragen keine Verantwortung für
den Betrieb (Haftungsausschluss, siehe [[Server-README]]).
- **Node-/Instanz-Betreiber:innen (die Nachbarschaft):** tragen die
Verantwortung für ihr eigenes Netz — Anschlusshaftung, Abmahnrisiko,
Verkabelung, Datenschutz vor Ort.
Die Software muss den Betreiber:innen die Werkzeuge geben, um ihre
Pflichten erfüllen zu können (Sperrbarkeit, minimale lokale Dokumentation,
Kill-Switch).
## 1. Urheberrecht / Filesharing — das größte Risiko
### Wie die Rechtsprechung heute funktioniert