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# Rechtslage (Deutschland)
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> ⚠️ Keine Rechtsberatung. Stand: September 2026, aus öffentlich zugänglichen
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> Quellen zusammengestellt. Für den Ernstfall: Anwält:in für Urheberrecht/
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> Telekommunikationsrecht fragen — im Kollektiv, nicht alleine.
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## 1. Urheberrecht / Filesharing — das größte Risiko
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### Wie die Rechtsprechung heute funktioniert
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- Wer im Netz einer IP-Adresse etwas rechtswidrig bereitstellt, führt zur
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**Täterschaftsvermutung** gegen den Anschlussinhaber (BGH, 12.05.2010,
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I ZR 121/08). Diese Vermutung kann erschüttert werden, indem man darlegt,
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dass **andere selbstständigen Zugang** zum Anschluss hatten ("sekundäre
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Darlegungslast") — man muss nicht den Täter benennen (LG Frankenthal,
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06.08.2019, 6 O 398/17; AG Bochum, 16.04.2014, 67 C 57/14 — WG-Fall).
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- **Störerhaftung** des Zugangsvermittlers für Unterlassung/Schadensersatz
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wurde 2017 weitgehend abgeschafft (§ 8 Abs. 1 S. 2 TMG a.F., heute in
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DDG/DSA weitergeführt; BGH "Dead Island", I ZR 64/17). Es bleibt ein
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**Sperranspruch** (§ 7 Abs. 4 TMG a.F.): Rechteinhaber können verlangen,
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dass der Anschlussinhaber konkrete rechtsverletzende Inhalte sperrt,
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wenn es ihm zumutbar ist (Verbraucherzentrale: das kann Registrierung,
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Passwortzwang bis hin zur vollständigen Zugangssperre bedeuten).
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- **Abmahnungen landen trotzdem zuerst beim Anschlussinhaber** — Rechteinhaber
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wissen nicht, wer wirklich geladen hat; die Ermittlung läuft über die
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zentrale IP-Adresse (Verbraucherzentrale Berlin).
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- Wer **Kenntnis** von einer Rechtsverletzung über seinen Anschluss hat und
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nicht einschreitet, kann haften (Störerhaftung bei konkretem Hinweis).
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- Wer **bewusst und gezielt** Infrastruktur bereitstellt, um Rechtsbrüche
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zu ermöglichen, kann als Teilnehmer/Beihelfer behandelt werden
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(Analogie: BGH zu Tor-Exit-Betreibern mit Vorbelastung).
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### Was das für das AKI-Netz bedeutet
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1. **Exit-Haushalt = Verantwortung bleibt beim Exit-Haushalt.** Wenn
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fremder Traffic über meinen Anschluss ins Internet geht, gilt:
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- Ich muss darlegen können, dass andere Zugang hatten → das Netz
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dokumentiert (lokal, nicht zentral!) die Teilnehmerschaft.
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- Bei Kenntnis einer konkreten Verletzung muss ich handeln können →
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deshalb braucht der AKI-Node technische Wege, einzelne Nutzer/Segmente
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zu sperren, ohne das ganze Netz zu killen.
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2. **Kein "Das ist ja verteilt, also legal."** Wer lädt, bleibt Täter —
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unabhängig davon, über welchen Exit. Verteilung ändert die Ermittlungs-
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lage (schwerere Zuordnung), nicht die Haftung des wirklich Tätigen.
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3. **Piraterie ist kein Feature.** Ethos §5: Das Netz wird als
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Infrastrukturprojekt betrieben. Downloads großteils über Overlays
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(Freenet/I2P/Tor) zu leiten ist ein technischer Schutz für *alle*
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— aber die Werbung dazu gehört nicht auf die Projekt-Homepage.
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4. **Sekundäre Darlegungslast brauchen wir als Feature:** Der Node führt
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(lokal, minimal, DSGVO-konform) eine Teilnehmerliste, die im Ernstfall
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belegt: "Auf meinem Anschluss hatten N Personen unabhängigen Zugang."
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## 2. ISP-AGB / Vertragslage
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- Viele deutsche Provider verbieten in AGB die **Weitergabe an Dritte**.
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Konsequenz: pro ISP prüfen, ggf. Tarif wählen, der das erlaubt, oder
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Formulierung als "privates WLAN-Netz im eigenen Haushaltsverbund"
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(Nachbarn ≠ Gäste ist eine Grauzone). Offenlegen, nicht verstecken.
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- Netzneutralität: Pooling ist kein Problem, solange wir nicht nach
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Inhalten filtern oder drosseln.
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## 3. Physik: Kabel verlegen
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- **Mehr-/Eigentumsfamilienhäuser:** einfachste Route — Innenausbau mit
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Zustimmung Eigentümer:in.
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- **Kabel über fremde Grundstücke:** braucht Zustimmung (Dienstbarkeit/
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Gestattungsvertrag). § 918 BGB (Notwegrecht) greift nicht automatisch
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für Leitungen über fremdes Grund; sauberer Weg ist Zustimmung durch
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Vertrag.
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- **Unterirdische Verlegung in öffentlichen Flächen/Straßen:** Bauanfrage
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bei der Gemeinde, ggf. Tiefbauamt — das ist der reguläre Weg für
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Nachbarschafts-Fiber-Projekte (guifi.net und Community-Fiber-Initiativen
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in Deutschland machen es vor).
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- **Richtfunk als Alternative:** keine Grabungsrechte nötig, nur
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Sichtlinie und ggf. Denkmalschutz am Gebäude.
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## 4. Datenschutz
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- Nodes loggen minimal (nur Betriebsmetriken, keine Inhalts-/Nutzungs-
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profiles).Logs bleiben lokal, nichts geht zentral ab.
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- Teilnehmerdaten (Namen, Adressen) bleiben **außerhalb des Repos** und
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außerhalb der Nodes, wo es nicht nötig ist.
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## 5. Zusammengefasste Regeln für die Software
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Damit Agents und Developer das im Code umsetzen:
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0. **Haftungsausschluss ist Pflicht:** Die Software wird ohne jegliche
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Garantie ausgeliefert (AGPL §§ 15/16); README, Startup-Banner und UI
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weisen klar darauf hin, dass wir keine Verantwortung für die Verwendung
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übernehmen und Inhalte in der Verantwortung der Nutzer:innen liegen.
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1. Exit ist opt-in, dokumentiert und jederzeit widerrufbar (Leech-Modus
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ist immer möglich).
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2. Node kann einzelne Teilnehmer/Segmente sperren (Sperrpflicht-Umsetzung).
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3. Logs: minimal, lokal, keine Inhaltslogs.
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4. Keine Funktion, deren alleiniger Zweck das Verstecken von Rechtsbrüchen ist.
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5. Heavy-Traffic-Default: Freenet/Overlay bevorzugen, wo sinnvoll.
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6. Datenschutz by default; keine zentrale Datensammlung.
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